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Energie: Atomausstieg in Japan wahrscheinlich!

Copyright by Michael Bockhorst Donnerstag, 14. Juli 2011
Die japanische Regierung blickt in eine kernenergiefreie Zukunft - auch vorübergehend stillgelegte Kernkraftwerke müssen voraussichtlich nicht mehr an das Netz gehen: Dank der Energieeinsparung durch die Bevölkerung.

Nach Meldungen des japanischen Senders NHK wird in Japan der Atomausstieg in Regierungskreisen diskutiert. Sowohl Premierminister Naoto Kan wie auch Regierungssprecher Yukio Edano stellen die weitere Nutzung der Kernenergie in Japan in Frage.

Naoto Kans Argument, vorgetragen auf einer gestern veranstalteten Pressekonferenz: Fukushima hat gezeigt, dass Kernkraftwerke in einen Zustand geraten können, in dem sie nicht mehr kontrollierbar sind. Zudem wird in Erwägung gezogen, Erdgas verstärkt für die Stromerzeugung einzusetzen.

Edano präzisierte heute den Ausblick auf die elektrische Energieversorgung Japans: Langfristig soll Japan seine Abhängigkeit von der Kernenergie verringern. Unterdessen sollen Sicherheitsstandards der noch betriebenen Kernkraftwerke erhöht werden. Er geht von einem gesellschaftlichen Konsens für diese Entwicklung aus.

Weiterhin sieht Edano die Wiederinbetriebnahme derzeit in Wartung befindlicher Kernkraftwerke als vermeidbar an: Die landesweiten Bemühungen, den Strombedarf zu verringern, ermöglichen dies.

In diesem Zusammenhang sind auch Beratungen des japanischen Unterhauses zu bewerten, in denen die verstärkte Förderung erneuerbarer Energien diskutiert wurde, etwa gemäß dem deutschen Stromeinspeisegesetz und seinem Nachfolger, dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

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