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Energie: Energiemanagement: Auch für den Haushalt interessant!

Copyright by Michael Bockhorst Sonntag, 17. Juli 2011
Wissen Sie, wieviel Sie in Ihrem Haushalt für Strom ausgeben? Durchaus wahrscheinlich ... Wissen Sie, wieviele Kilowattstunden Sie im Jahr verwenden? Vielleicht ... Wissen Sie, was im Haushalt wieviel Strom vertilgt? Wohl kaum!

Energiemanagement wird Pflicht in Unternehmen - ist aber gerade bei größeren Unternehmen seit langem praktiziert worden. Nicht unbedingt explizit in dem Sinne, dass man den Energiebedarf einzelner Prozessschritte genau analysiert hätte. Vielmehr werden seit Jahrzehnten in vielen Betrieben Zählerstände kontrolliert und kumulierte Energiemengen protokolliert.

Energiemanagement kann mit einem sehr breiten Maßnahmenbündel betrieben werden. Zählerstände kontrollieren und aufschreiben ist die einfachste Variante. Automatisierte Energiemanagement-Systeme erfassen den Energiedurchsatz einzelner Pumpen und Motoren in Produktionsstraßen, protokollieren ihre Messungen in rechnergestützten Datenbanken und bieten verschiedene Werkzeuge, die Messdaten darzustellen oder sogar direkt in Aktionen umzusetzen.

Energiemanagement ist aber nicht nur Firmensache. Immerhin wird etwa ein Drittel der Primärenergie in unseren Haushalten eingesetzt. Hier haben wir den Hut auf: Wir können den Energiebedarf unseres Haushaltes in einem gewissen Rahmen gestalten. Wir haben aber auch die persönliche Verantwortung, mit Energie sorgsam umzugehen: Energie ist eine wertvolle Ressource, deren Bereitstellung viele Nebenwirkungen hat. Schadstoff- und Lärmemissionen sind ein Beispiel dafür. Der sorgsame Umgang mit Energie wird aber auch belohnt: Geld kann hier eingespart werden und uns andere Aktivitäten erlauben.

Energiemanagement setzt einige Kenntnisse voraus: Was ist Energie, was bedeuten Leistungsangaben auf Geräten? Welche Maschinen und Geräte benötigen wieviel Energie? Welche Maßnahmen sparen wieviel Energie? Was kosten diese Maßnahmen - an Aufwand, Energie und Geld? Diese Fragen sind vielfältig, aber mit gesundem Menschenverstand und einem Grundverständnis an physikalischen Zusammenhängen kann jeder (daran glaube ich) es schaffen, sinnvolles Energiemanagement im Haushalt zu gestalten.

Energiemanagement im Haushalt fängt mit einer Diagnose an. Vergleichbar mit einem Gesundheits-Check beim Arzt. Dazu reichen die vorhandenen Gaszähler, Ölverbrauchs-Rechnungen und Stromzähler aus. Ein gutes Leistungs- und Energiemessgerät - für 20-50 Euro - ermöglicht ein verfeinertes Energiemanagement in Sachen Strom. Dann fehlt nur noch das Wissen, wie man vorgeht.

Dieses zu vermitteln, ist eine andere Geschichte. Die der Autor dieses Artikels bei Bedarf gerne weiterschreibt. Ihre Fragen und Anregungen sind willkommen - bitte verwenden Sie dazu das unten stehende Kontakt-Formular!

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