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Graue Emissionen

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Analog zur Grauen Energie kann man graue Emissionen definieren. Damit werden die Emissionen bezeichnet, die nicht direkt durch den Betrieb eines Systems, sondern durch dessen Produktion und weitere Vorgänge im Zusammenhang mit seiner Nutzung anfallen.

Als Beispiel dient ein Computer-Drucker im Netzwerk:
  • Emissionen bei der Herstellung: Das Gerät muß zunächst aus Rohstoffen hergestellt werden, deren Förderung, Transport und Verarbeitung Emissionen verursachen.
  • Im Betrieb werden Verbrauchsmaterialien verwendet, deren Herstellung und Handling ebenfalls Emissionen verursachen.
  • Wird der Drucker in einem Firmennetzwerk betrieben, fallen weitere graue Emissionen für die Nutzung des Druckers an: Die Emissionen für den Einsatz der Netzwerkkomponenten und eines Druckservers.

Lokale und globale Perspektive

In der lokalen Perspektive sind graue Emissionen noch relativ gut zuzuordnen, etwa in dem oben genannten Beispiel die Emissionen für den Betrieb der Netzwerkinfrastruktur und des Druckservers.

In der globalen Perspektive wird dies schon schwieriger. So wird der Drucker im allgemeinen nicht in Deutschland, sondern z.B. in China hergestellt. Die grauen Emissionen werden somit China zugeschlagen, die eigentlichen Verursacher sind aber die Produktabnehmer, also wir.

Eine korrekte nationale Emissionsbilanz müßte daher die durch die Produktnutzung verursachten weltweit anfallenden Emissionen enthalten. Derzeit wird dies im allgemeinen nicht so gehandhabt.


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