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Hot-Dry-Rock-Verfahren

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Ein Verfahren zur Nutzung der Erdwärme. Dieses Verfahren soll Erdwärme hohen Temperaturniveaus für die Nutzung in geothermischen Kraftwerken bereitstellen.

Verfahren

Zunächst wird ein vertikales Loch in die Erde gebohrt, bis eine Tiefe mit der gewünschten Gesteinstemperatur erreicht wird. Wenn man dem Gestein nun direkt die Wärme z.B. mittels Wasser als Wärmetransportmedium entziehen würde, wäre das Bohrloch bald unbrauchbar. Die schlechte Wärmeleitfähigkeit des Gesteins verhindert, daß ausreichend Wärme aus der Umgebung des Bohrlochs nachgeliefert werden kann. Stattdessen wird am unteren Ende des Bohrloches eine Sprengung durchgeführt, die es rund um die Bohrung zerklüftet. Wenn man jetzt die Wärme entnimmt, erreicht man mit dem Wasser ein viel größeres Gesteinsvolumen über die vergrößerte Oberfläche des gesprengten Gesteins.

Hot-Dry-Rock-Verfahren Funktionsschema, Zeichnung

Probleme des Verfahrens

Neben dem hohen Aufwand für die tiefe Bohrung muß das Kraftwerk nach einiger Zeit versetzt werden, weil die Wärme dem Gesteinsbereich weitgehend entzogen wurde. Dazu ist dann eine erneute Bohrung und Sprengung nötig.

2011-07-10 UPD Bild aus ABC Energie verwendet
1999-06-12 INIT


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