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Hybridantrieb

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Ein Antrieb, der auf zwei oder mehr Prinzipien beruht. Bei Kraftfahrzeugen, die sowohl im Stadt wie auch im Überlandverkehr eingesetzt werden, kann ein aus Elektro- und Verbrennungmotor bestehender Antrieb eingesetzt werden, wobei beide Motoren alternativ in den Verkehrssituationen ,,Staufahrt`` und ,,Überlandfahrt`` benutzt werden. Als Verbrennungsmotoren können der Diesel- oder der Ottomotor eingesetzt werden.

Bei einem solchen Fahrzeug wird während des Verbrennungsmotorbetriebs die Batterie über den Generator geladen, während einer Stadtfahrt oder im Stau bewegt der Elektromotor das Fahrzeug weiter, falls dabei die Batterie leer wird, kann der Verbrennungsmotor wieder eingeschaltet und benutzt werden. Die Abbildung zeigt ein grobes Schema, wie oben erwähnten Komponenten zusammenwirken.

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Eine Übersicht über die verschiedenen Antriebskonzepte und ihre Komponenten findet sich im Lexikonartikel zum Thema Elektrofahrzeug.

Vorteile von Hybridantrieben

Vorteil dieses Konzeptes ist, daß der bei Stadt- und Staufahrten sehr uneffiziente und permanent Kraftstoff verbrauchende Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor abgelöst wird, der im Stand keine Energie verbraucht und zudem unabhängig von der Last einen sehr hohe Wirkungsgrad - etwa 80-90% - besitzt. Bei langen Fahrten über Land wird der Verbrennungsmotor eingesetzt, der auf einen Kraftstoff mit hoher Energiedichte - Benzin oder Diesel - zurückgreift. Beide Antriebsarten werden entsprechend ihrer Vorteile eingesetzt.

Nachteile von Hybridantrieben

Nachteil dieses Konzeptes ist die hohe Komplexität des Antriebes: Einmal werden deutlich mehr Komponenten, z.B. der Generator, der Elektromotor, die Batterie und die Regeleinheit benötigt, die das Gewicht des Fahrzeugs wesentlich erhöhen. Andererseits wird die Steuerung eines solchen Fahrzeuges, in dem mal Elektromotor, mal Verbrennungsmotor an die Antriebsachse gekuppelt werden müssen, wesentlich aufwendiger.


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