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Klimawandel

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Hinweis zum Themenspezial Klimawandel und Energie auf www.energieinfo.de - 8 Seiten kompakte Information.

Die Änderung klimatischer Bedingungen wird als Klimawandel bezeichnet. Sie beschreibt im heutigen Sprachgebrauch den durch den Menschen verursachten Klimawandel: Die Nutzung fossiler Brennstoffe, intensive Landwirtschaft sowie Industrieprozesse setzen Stoffe frei, die das Klimasystem des Planeten Erde beeinflussen. Die Emission von Aerosolen wirkt der Temperaturerhöhung entgegen, was durch die Hypothese der Globalen Verdunklung beschrieben wird. Desweiteren übt auch die variierende Strahlungsleistung der Sonne einen -- allerdings nur geringen -- Effekt auf die klimatischen Bedingungen der Erde aus.

Der größte Einfluss wird nach heutiger Kenntnis durch die Emission von Kohlendioxid ausgeübt, weil es über den Mechanismus des Treibhauseffektes die Erdatmosphaere erwärmt. Methan und Distickstoffoxid (Lachgas) entstehen z.B. bei Reisanbau und Viehhaltung sowie dem Einsatz von Düngemitteln.

Die aktuellen Daten zu den anthropogenen (=menschgemachten) Emissionen klimawirksamer Gase, die von der World Meteorological Organization in ihrem WMO Greenhouse Gas Bulletin 2006 veröffentlicht wurden, sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:

Treibhausgas relative Zunahme ca.1750->2005 atmos. Konzentration 2005 relative Zunahme 2004->2005 Beitraege zum Treibhauseffekt
Kohlendioxid CO2 45.4 % 379.1 ppm 0.53 % 62 %
Methan CH4 18.2 % 1.783 ppb 0 % 20 %
Lachgas N2O 154.7 % 0.319 ppm 0.19 % 6 %

Der Klimawandel hat im globalen Mittel eine langsame Temperaturerhöhung zur Folge. Allerdings können auch leicht veränderte Temperaturen einen starken Einfluß auf das Wettergeschehen und viele weitere Parameter ausüben. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, daß auch Schwellen überschritten werden. So kann 1 Grad Temperaturdifferenz darüber entscheiden, ob sich auf einem Gewässer Eis bildet oder nicht; die Eisfläche hält das Gewässer kühl, weil sie ca. 90 Prozent des Lichtes reflektiert. Fehlt das Eis, werden nur noch etwa 30 Prozent dies Lichtes reflektiert, die 70 Prozent, die absorbiert werden, führen zu einer stärkeren Erwärmung des Gewässers. Der schon heute beobachtete dramatische Rückgang des arktischen Eisschildes könnte auf einen solchen Prozeß hinweisen.

Voreilige Schlüsse aus einzelnen Wetterereignissen dürfen nicht gezogen werden, wenn sich aber Extremwetterereignisse und -lagen häufen, ist dies ein Hinweis auf eine Änderung des Klimas in einer Region.


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