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Methan

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Methan (CH4) ist ein brennbares Gas, es kommt als Hauptbestandteil des trockenen Erdgases und des Biogases vor. Wenn Methan aus Biogas absepariert wird, wird dieses Produkt Biomethan genannt.

Schema eines Overlay-Netzes - Overlay Grid

Die Energiedichte des Methans liegt mit 13.9kWh/kg oder 5.9kWh/l in der Größenordnung der des Benzins. Eine Methantank wäre allerdings ein Kryotank, der das unterhalb -162oC flüssige Methan speichern könnte. Damit würde die effektive Energiedichte für kleinere Tanks, etwa für den Einsatz um Straßenverkehr, bei Methan auf etwa 3kWh/l absinken, ein Drittel des Wertes für Benzin.

Methangas ist nicht toxisch, kann aber in ausreichend hohen Konzentrationen durch Verdrängung des Luftsauerstoffes zur Erstickung führen, da es die Atmung nicht unterstützt.

Problematisch kann die Wirkung des Methans als Treibhausgas (? Treibhauseffekt) werden, weil seine spezifische Treibhauswirksamkeit etwa um den Faktor 25 höher ist als die des Kohlendioxids. Spezifische Treibhauswirksamkeit meint hier die Wirksamkeit pro Molekül des jeweiligen Gases.

Unerwünschte - anthropogene - Quellen von Methan sind

  • Hausmülldeponien, in denen Methan durch anaerobe Zersetzung der organischen Bestandteile erzeugt wird,
  • verstärkte Viehzucht, insbesondere Rinderzucht, bei der die Tiere während des Verdauungsprozesses Methan erzeugen,
  • verstärkter Reisanbau, bei dem typischerweise Biomasse durch Wasser überdeckt ist, sie dadurch anaerob zersetzt wird und
  • Freisetzung bei der Gewinnung fossiler Brennstoffe sowie Leckage-Verluste in Erdgaspiplines.

Für mobile Anwendungen, etwa Straßenfahrzeuge, könnte die Konversion des Methans in Methanols eine Rolle spielen. Methanol ist wesentlich einfacher zu lagern, weil es bei typischen Umgebungsbedingunen flüssig ist.


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