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Temperaturkoeffizient

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Ein Temperaturkoeffizient gibt - ganz allgemein - die Abhängigkeit einer physikalischen Größe von der Temperatur an. Anhand zweier Beispiele für einen negativen und einen positiven Temperaturkoeffizienten soll dieser Begriff verdeutlicht werden:

Ein positiver Temperaturkoeffizient ist dann gegeben, wenn eine Messgröße mit steigender Temperatur größer wird. In der Regeltechnik werden elektrische Widerstände verwendet, deren ohmscher Widerstand mit steigender Temperatur steigt: sogenannte PTCs - PTC steht für positive temperature coefficient. Diese PTCs dienen einerseits zur Messung von Temperaturen über ihren Widerstand, andererseits zur Regelung von Temperaturen, beipielsweise in einer Aquariumsheizung.

In einem Leichtwasserreaktor dehnt sich das spaltbare Material mit steigender Temperatur aus (thermische Ausdehnung), die Spaltneutronen können neue Kernreaktionen nur noch mit verringerter Wahrscheinlichkeit auslösen, die Kernspaltungsrate sinkt also. Ein Leichtwasserreaktor hat unter anderem aus diesem Grund einen negativen Temperaturkoeffizienten: Mit steigender Temperatur sinkt die Kernspaltungsrate. Durch diesen negativen Temperaturkoeffizienten der Kernspaltungsrate regelt sich der Prozess der Kernspaltung in weiten Bereichen selbständig.


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