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Wasserkraftwerk

COPYRIGHT TEXT & BILDER: Michael Bockhorst

Sammelbegriff für Kraftwerke, die aus der Strömung von Wasser üblicherweise eine Drehbewegung erzeugen. Dabei kann zwischen Druckwasserkraftwerken - Wasser wird in Rohrleitungen über eine große Höhendifferenz z.B. aus einem Stausee auf eine Turbine geleitet - und Fließwasserkraftwerken - Wasser wird über eine geringe Höhendifferenz z.B. an Staustufen eines Flusses einer Turbine zugeführt.

Eine sehr alte Form der Erzeugung einer Drehbewegung aus einer Wasserströmung ist das Mahlen von Korn und der Antrieb anderer Maschinen mit Wassermühlen. Sie wurde im Lauf des 19. und 20. Jahrhunderts weitgehend optimiert.

Die eigentliche Erzeugung elektrischer Energie besitzt in den meisten Fällen kaum Auswirkungen auf die Umwelt, allerdings bestehen bei dem Bau neuer Druckwasserkraftwerke mit Stauseen vielfältige Probleme: Überschwemmung großer Gebiete für das Staubecken mit der Folge, daß ganze Lebensräume vernichtet werden, sowohl für Tiere und Pflanzen wie auch für Menschen. Wenn die überschwemmte Biomasse anaerob zersetzt wird - was überwiegend der Fall ist - werden große Mengen an Methangas freigesetzt, welches ein überaus wirksames Treibhausgas ist (pro Molekül etwa 25mal so stark wirksam wie Kohlendioxid). Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, daß bei großen Staubecken das zusätzliche Gewicht des Wassers zu einer Beeinflussung der Tektonik also z.B. zu Erdbeben führen kann.

Die Schemata eines Wasserkraftwerkes für Druckwasser über einen natürlichen See und eine Stausee sowie für Fließwasser sind in der folgenden Zeichnung dargestellt:

wasserkraftwerk_schema.gif

Eine besondere Form von Wasserkraftwerken sind sogenannte Pumpwasserspeicher oder Pumpspeicherwerke. Sie können einerseits herabfließendes Wasser in Strom umwandeln, aber auch mithilfe der dann als Elektromotor genutzten Generatoreinheit Wasser hochpumpen. Sie dienen als Ausgeleichselemente in einem Verbundnetz, weil sie Strom speichern und abgeben können.


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