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Leuchtdioden:
Teuer und sparsam?

Kategorie: HAUSHALT:LICHT UND BELEUCHTUNG

Text: Michael Bockhorst
Hinweise zur Nutzung und zum Copyright siehe unten.
Leuchtdioden gelten als das Licht der Zukunft. Sind sie eine echte Alternative? Oder zumindest hier oder da?

Grundeigenschaften von Leuchtdioden

Der Wirkungsgrad: Leuchtdioden, die kaltweißes Licht abgeben, haben selbst mit dem notwendigen Vorschaltgerät ähnliche Wirkungsgrade wie sehr gute Leuchtstofflampen. Wenn Leuchtdioden so abgestimmt werden, dass sie warmweisses Licht produzieren, sinkt der Wirkungsgrad deutlich, ist aber immer noch im Bereich guter Leuchtstofflampen mit ähnlicher Lichtfarbe. In Zahlen bedeutet dies: Der Wirkungsgrad von warmweißen LEDs liegt etwa 3 bis 4-mal höher als bei Glühlampen, bei kaltweißen LEDs liegt er etwa 4 bis 5-mal höher als bei Glühlampen.

Licht-Verfügbarkeit: LEDs geben unmittelbar nach dem Einschalten die volle Lichtmenge ab. Durch die i.A. elektronische Regelung werden auch Schwankungen der Stromversorgung ausgeglichen und die LEDs spenden vollkommen gleichmäßig das Licht.

Lichtqualität: Gute LEDs spenden Licht, welches Farben vorzüglich wiedergibt. Dies müssen Sie ggf. vor dem Kauf feststellen. Zum Vergleich: Glühlampen erzeugen eine Farbtemperatur von 2500-2700 Kelvin, Halogenlampen liegen bei etwa 3000 Kelvin, Tageslicht bei ca. 5000-5700 Kelvin. Siehe dazu auch den Artikel zu Leuchtstofflampen im Energielexikon auf energieinfo.de.

Lebensdauer und Haltbarkeit

Die Lebensdauer: Die Lebensdauer einer Leuchtdiode wird folgendermaßen angegeben: Sie ist die Zeit, bis die Helligkeit der Lichtquelle z.B. auf die Hälfte des Anfangswertes gesunken ist. Die Lebensdauer wird mit 20 000 bis 100 000 Stunden angegeben -- bei 2 Stunden Nutzung pro Tag sind dies 30 ... 150 Jahre! Diese Werte werden normalerweise durch Experimente abgeschätzt, echte Erfahrungswerte liegen daher nicht vor.

Mechanische Haltbarkeit und Abwärme: Die eigentlichen LEDs sind mechanisch sehr robust. Sie bestehen aus Halbleitern, die ihrerseits kompakte Festkörper sind. Das einzige, was i.A. kaputt gehen kann, ist das Gehäuse, in dem die LEDs eingebaut sind.
Auch LEDs geben Wärme ab. Aufgrund der kleinen Leuchtelemente wird die Wärme auf kleinem Volumen abgegeben. Damit die empfindlichen LEDs nicht überhitzt werden, benötigen sie eine zuverlässige Kühlung. Die Kühlkörper sind so groß, dass heute so manche LED-Lampe unförmig aussieht und das Licht nur in eingeschränkte Richtungen abgibt. Dies ist zu beachten, wenn man eine LED-Lampe kauft.

Wenn eine LED-Lampe einmal kaputt gehen sollte ...

Schadstoffe: LED-Lampen sind elektronische Geräte und müssen entsprechend entsorgt werden. Der Anteil gefählicher Stoffe ist jedoch im Vergleich zu Leuchtstofflampen deutlich geringer. Sie benötigen kein Quecksilber, um Licht zu spenden!

LED-Lampen und Fernabsatzgesetz

Was haben beide miteinander zu tun? Gutes, angenehmes Licht ist sehr wichtig. Licht muß Ihnen persönlich gefallen und in das Umfeld, wo es eingesetzt wird, passen.

Bei Bestellungen über Telefon oder Internet gilt: Sie haben 2 Wochen Rückgaberecht -- achten Sie dabei aber auch auf ggf. anfallende Kosten bei geringen Bestellwerten. Solange LED-Lampen bzgl. ihrer Lichtqualität noch nicht genormt sind, empfiehlt es sich, die Lampen eben zu Haus zu testen. Bei 30 Euro pro Lampe sollte das Licht schon gefallen!

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