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2003-06-16
ENERGIERESSOURCEN

Mega-Blackout in Nordamerika: Erste Fakten

Insgesamt sind etwa 61 Gigawatt Leistung während des Blackouts ausgefallen. Dies entspricht der durchschnittlichen Leistung des deutschen Kraftwerksparks oder in anderen Worten: etwa 50--60 Großkraftwerken.

Der große Stromausfall in Nordamerika hat sich offensichtlich schon 1-2 Stunden vorher angekündigt: Es wurden ungewöhnliche Schwankungen im Netz festgestellt. Die Kraftwerke und Systeme zur Stromverteilung sind so ausgelegt, daß sie sich primär selbst schützen, indem sie sich abschalten.

Vermutlich ist an einer Stelle im Netz eine solche Notabschaltung geschehen, die die Stromnachfrage auf die verbleibenden Kraftwerke konzentriert hat. Die erhöhte Belastung hat zu Folge-Abschaltungen geführt, die wiederum -- in einer Art Lawineneffekt -- weitere Kraftwerke mitgerissen haben.

Verbundnetze sind auch in den USA in Bereiche eingeteilt, die sich vom Rest des Verbundes trennen lassen, um eine Überlastung des restlichen Netztes zu vermeiden. Offensichtlich hat dieser Mechanismus zur Schadensbegrenzung nicht (schnell genug) funktioniert.

Eine genaue Ursache ist aber noch nicht bekannt.

Quelle: New York Times (online: www.nytimes.com)