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2005-10-29
VERSCHIEDENES

Groesser, weiter, schneller -- immer das richtige Prinzip?

M. Bockhorst

Heute gegen 09:00 MESZ ist zum ersten Mal ein Airbus A-380 in Deutschland gelandet. Das Flugzeug hat ein Startgewicht von etwa 500 Tonnen, von denen 260 Tonnen (etwa 310 Tausend Liter) auf die Tankfuellung entfallen. Es ist ein technisches Meisterwerk, welches durch die geschwungenen Tragflaechen ein organisches und vertrauenerweckendes Bild abgibt

Bei 555 Passagieren und 1700 Litern pro 100 Kilometern liegt der spezifische Verbrauch bei Vollbesetzung bei etwa 3 Liter pro Passagier und 100 Kilometern. Die Effizienz liegt damit dicht bei der bisheriger moderner Passagierflugzeuge und ist nicht herausragend.

In der Gesamteffizienz muss dieser Riesenvogel kritisch betrachtet werden. Der Verbrauch ist -- wie erwaehnt -- nicht besonders niedrig. Start- und Landebahnen sowie die Wege auf dem Flugfeld muessen angepasst werden. Terminals und ihre gesamte Infrastruktur muessen auf den mit zwei Flugdecks ausgestatteten Flieger angepasst werden.
Zwei moderne Flieger fuer je 300 Passagiere duerften damit flexibler und in der Energiebilanz guenstiger sein.

Unter dem Aspekt der Sicherheit vor terroristischen Attacken muss dieses Flugzeug, welches 4 Mal mehr Kerosin als die Flugzeuge beim Attentat auf das World Trade Center getankt hat, eigentlich ein Albtraum fuer Katastrophenschutz, Feuerwehr, Kernkraftwerksbetreiber sein. Auch hier waeren kleiner Flugzeuge angenehmer.