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2006-11-17
KLIMA

Kommentar: Klima als Kuschelthema

Michael Bockhorst


Der Klimawandel wird immer mehr zum Kuschelthema. Wir behandeln das Klima wie ein niedliches Tierchen, welches geschuetzt werden muss. Klimaschutz statt Tierschutz.

Aber wer ist auf diesem Planeten schuetzenswert? Wer ist bedroht? Das Klima sicher nicht! Auch wenn der Mensch mit seinem Energiehunger und seiner stuemperhaften Art, Energie zu gewinnen, immer mehr klimawirksames Kohlendioxid in die Atmosphaere pumpt. Klima wird es immer geben, auch wenn es sich aendert.

WIR sind bedroht! Der Klimawandel wird uns den Garaus machen, wenn WIR uns nicht endlich aendern. Und was muessen wir aendern? Unseren Umgang mit Energie. Wenn James Lovelocks Gaia Theorie in aller Konsequenz weitergedacht wird, besonders der Aspekt der Selbstregulation, koennten WIR der Selbstregulation zum Opfer fallen.

Wir treten nun in eine Phase der Auseinandersetzung mit unserem Lebensraum ein, in der die entscheidenden Schlachten geschlagen werden. Noch glauben wir, dass wir die Situation im Griff haben. Aber wir sollten uns nicht mit dem System Erde anlegen. Wir sind, in unserer Form als "zivilisierte" Menschen erst ein paar hundert Jahre am Wirken. Aber die Lebewesen und die nicht-lebendigen Bestandteile des Systems Erde haben hunderte von Millionen Jahren an "Erfahrung", zu ueberleben, stabile Bedingungen zu erhalten.

Wenn der Mensch stoert, wird er in diesen letzten Schlachten unterliegen. Das Wissen, dass es so kommen wird, existiert. Es bleibt zu hoffen, dass der Mensch, kraft seiner Faehigkeit, zukuenftige Entwicklungen abzuschaetzen, auch rechtzeitig anfaengt, zu handeln! Sofort, zuegig und dennoch bedachtsam:
Den Umgang mit Energie neu definieren, eine neuartige zukunftsfaehige Energieversorgung gestalten.